Neue Filmkonzeption zügig umsetzen - Medienstandort Baden-Württemberg stärken

Anträge

Antrag
Fraktion SPD
11.02.2009

Drs 14/4019

Neue Filmkonzeption zügig umsetzen – Medienstandort Baden-Württemberg stärken

Der Landtag wolle beschließen,
die Landesregierung zu ersuchen

I. zu berichten,

1. wie hoch im Vergleich zu den Medienstandorten Berlin, Hamburg, München, Köln und Leipzig das Produktionsfördervolumen für die Filmwirtschaft in Baden-Württemberg in den vergangenen vier Jahren insgesamt und nach Jahren aufgegliedert gewesen ist und wie sich diese Fördersummen jeweils jährlich auf die verschiedenen Produktionsstufen verteilt haben;

2. in welcher Höhe Produktionsfördermittel an unabhängige Filmschaffende bzw. unabhängige Dienstleister in Baden-Württemberg in den vergangenen vier Jahren insgesamt und nach Jahren aufgegliedert jeweils vergeben wurden;

3. wie hoch der Anteil der Produktionsförderung am gesamtem Filmfördervolumen der MFG Filmförderung Baden-Württemberg in den Jahren 2005 bis 2008 war, wie diese Verteilung begründet wird und wie sich der Anteil der Produktionsför¬derung am gesamten Filmfördervolumen an den anderen unter 1.) genannten Standorten darstellt;

4. auf welche Bereiche sich die gesamten neben der Produktionsförderung verbleibenden Mittel der MFG Filmförderung Baden-Württemberg in 2009 bzw. den Folgejahren im Einzelnen verteilen werden und in welchen Sparten der Filmförderung die Fördermittel erhöht werden sollen;

5. wie viel von den zusätzlich 3 Mio. Euro Filmfördermitteln, die im Landeshaushalt 2009 ausgewiesen werden, für die Förderung der TV-Serienproduktionen von ZDF und ARD bzw. privater TV-Anbieter vorgesehen ist und wie sich das in den Folgejahren darstellen wird, wenn die von der Landesregierung versprochene weitere Erhöhung der Fördermittel umgesetzt sein wird;

6. wie sichergestellt wird, dass die Bavaria Filmproduktion bzw. deren Tochterunternehmen bei den durch Mittel der MFG Filmförderung geförderten TV-Produktionen Filmschaffende aus Baden-Württemberg bei Aufträgen berücksichtigen, mit welchem Verfahren diese Beteiligung ggf. gewährleistet und wie die Einhaltung kontrolliert wird;

7. in welcher Form die Ankündigung der Landesregierung umgesetzt wurde (vgl. Drs. 14/3119), dass die Bavaria Filmproduktion eine Niederlassung in Baden-Württemberg gründen und weitere Produktionen für den hiesigen Standort akquirieren werde;

8. in welcher Weise die Ankündigung der Landesregierung umgesetzt wurde (vgl. Drs. 14/2828), dass in die neue Filmkonzeption eine Vereinbarung der Filmakademie mit baden-württembergischen Produzenten einfließen werde, um auszuschließen, dass die Produktionstätigkeit der Filmakademie zu Lasten der hiesigen unabhängigen Filmproduzenten geht;

9. auf welche Art und Weise konkret und mit welcher Verbindlichkeit sich der SWR nach Kenntnis der Landesregierung künftig bzw. ab wann vermehrt für den Filmproduktionsstandort Baden-Württemberg engagieren will;

10. mit welcher personellen Ausstattung nach Auffassung der Landesregierung die MFG Filmförderung Baden-Württemberg die umfangreichen Aufgaben, die ihr durch die Filmkonzeption II zugewiesen werden (wie z. B. Clusterinitiative, Festivals, Akquise weiterer TV-Serien, Wagniskapitalprogramm), erfolgreich bearbeiten soll.

II.

zur Umsetzung der neuen Filmkonzeption umgehend einen Beirat unter Beteiligung des SWR und der freien Produzenten einzurichten.

Stuttgart, 11. Februar 2009

Schmiedel, Kipfer, Heberer und Fraktion

Begründung:

Die Medienregion Baden-Württemberg ist wegen der schweren Versäumnisse der Landesregierung in den vergangenen Jahren gegenüber den bedeutenden Medienstandorten in Deutschland weit zurückgefallen. Die neue Filmkonzeption soll den Medienstandort Baden-Württemberg deshalb vor allem mit einer verbesserten Produktionsförderung und der damit verbundenen Ausweitung des Projektvolumens medienwirtschaftlich wieder nach vorne bringen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn auch Anreize für jene Produzenten geschaffen werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben. Die Umsetzung der neuen Filmkonzeption soll auch deshalb von einem gemeinsamen Beirat von SWR und freien Produzenten unterstützt werden.

 
 

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