Birgit Kipfer: „Ausstieg aus PISA 2012 wäre verheerend“

Landespolitik

Für die Gärtringer SPD-Landtagsabgeordnete Birgit Kipfer ist der von Kultusminister Rau anvisierte Ausstieg Baden-Württembergs und als Folge ganz Deutschlands aus der PISA Studie 2012 verheerend für die Schullandschaft in Baden-Württemberg. „Kultusminister Rau darf nicht länger die Ausstiegs-Keule schwingen, sondern muss endlich Vernunft walten lassen“, so Kipfer. Besonders in einem wirtschaftsstarken Landkreis, wie Böblingen werde gut qualifizierter Nachwuchs gebraucht, daher sei eine Feststellung des Status quo im Bildungsbereich im internationalen Vergleich wesentlich.

„Wer sich vor Vergleichen scheut, hat Angst, dass Missstände aufgedeckt werden“ kritisiert Kipfer. Baden-Württemberg sei immer noch ein Land, in dem die Bildungskarriere eines Kindes stark vom Bildungsgrad der Eltern abhänge. „Nirgendwo ist das so extrem wie in Deutschland und die PISA Studien weisen immer wieder darauf hin, aber Minister Rau, sowie die gesamte CDU, halten stur an ihrem Kur fest, als wollten sie Privilegien verteidigen.“
Im übrigen dränge sich der Eindruck auf, dass Rau die von den bisherigen PISA-Studien ans Licht gebrachten unangenehmen Wahrheiten über das Schulsystem in Baden-Württemberg nicht eingestehen wolle und trage offenbar eine persönliche Fehde gegen die OECD und insbesondere gegen deren PISA Koordinator Andreas Schleicher aus. „Raus Beweggründe für die Ausstiegsoption sind durchsichtig“, so Kipfer weiter. „Es gibt keinen sachlichen Grund, dieses international angesehene Projekt über Bord zu werfen“.

 
 

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